Text 04

[immer wi(e)derstand]

fühlen sie das?
die füße auf den straßen?
wie sie sich

bewegen

hörst du die stärke dieser stimmen?

dieses kleine ländchen, in dem alles hübsch höflich ist –
immer nur glückliche familien wohnen hier!
alle ihre söhne lӓcheln und leben noch
(schade, dass es nicht so für die anderen ist,
aber was können wir dagegen tun?
es ist nicht unser problem
wir haben doch keins)

wie bequem es ist, nicht an das gegenüber zu glauben:
denken, dass ihr konservatismus
komplett konkret ist.

aber unser widerstand ist eine welle —
wir werden alle wӓnde zerstӧren
und danach erbauen erneut
eine welt ohne grenzen

keine mauern oder münder, die voller missverständnisse sind.

kleine kriege kämpfen wir tӓglich
in unseren körpern
in diesem kritischer system.
uns hilflosen
straßenwanderern ohne heimat.
unser eigener gott wird das wundervolle chaos
das wir selbst geschaffen haben.

wir versuchen eine zukunft
in der wir wirklich frei sein können.
in der wir finden können
uns selbst.

müssen wir bis zum näschen morden warten
bis wir die stimmen endlich erheben?

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